Unter dem Motto „Selbstbestimmt, sicher und frei“ fand am 20. und 21. Juni der Parteitag von Bündnis 90/Die Grünen NRW in Troisdorf statt. Für Hamm nahmen die Landtagskandidatin Michèle Doré, die Delegierten Julia Später und Marco Safar, der Ratsfraktionsvorsitzende Matthis Arndt sowie Christina Borchert vom queeren Treff „Queer(m)unity“ teil.
Landtagskandidatin Michèle Doré sprach zu den 250 Delegierten aus ganz NRW über den Medienentwicklungsplan der Stadt Hamm. Sie bezeichnete diesen als wichtige Investition in die Zukunft und forderte die Landesregierung auf die Kommunen zu unterstützen und den nächsten Schritt zu gehen: „Wer digitale Bildung stärken will, muss in Menschen investieren, nicht nur in Technik.“

Die Grünen machten auf ihrem Parteitag deutlich, dass sie bei der Landtagswahl am 27. April 2027 stärker werden wollen als noch bei der Wahl 2022. Mit dem Ausbau von Bus und Bahn, dem Einsatz für gesellschaftlichen Zusammenhalt, dem entschlossenen Kampf gegen Rechtsextremismus sowie der konsequenten Umsetzung der Energiewende setzen die Grünen auf Themen, für die sie wie keine andere Partei stehen und für die Zukunft Nordrhein-Westfalens entscheidend sind.
Unter anderem hatte der Parteitag die Energie- und Gleichstellungspolitik zum Thema. Der Delegierte Marco Safar stimmt zu: „Unsere Gesellschaft ist erst frei und sicher, wenn das für alle Menschen gilt. Es ist auch die Aufgabe der Männer solidarisch zu sein und zurückzutreten.“ Für die Gerichtsstadt Hamm spannend: Justizminister Benjamin Limbachs emotionale Rede zu feministischer Rechtspolitik mit Forderungen zu Spezialisierungen auf sexualisierte Straftaten und Fortbildungen für RichterInnen.
Die Landesvorsitzenden Yazgülü Zeybek und Tim Achtermeyer wurden in ihren Ämtern bestätigt. Weitere Akzente setzten NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur mit ihrem Blick auf die Zusammenarbeit der schwarz-grünen Koalition in Nordrhein-Westfalen sowie der Bundesvorsitzende Felix Banaszak, der die Politik von Bundeskanzler Friedrich Merz deutlich kritisierte.